Unter dem Leitwort „Suchen. Sehnen. Sein.“ luden die City Pastoral Paderborn und das Team des Labor E im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn in der Fastenzeit zu zwei besonderen Mittagsimpulsen in die Gaukirche St. Ulrich in Paderborn ein. Viele Menschen nutzten diese kurzen spirituellen Auszeiten bewusst, weil sie im Alltag neue Kraft, Stille und Orientierung suchten.
Durst, Sehnsucht und die Suche nach innerer Fülle
Der erste Impuls am 25. Februar stellte das Bild des Durstes in den Mittelpunkt. Ausgehend von der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen entstand die Frage, was Menschen wirklich nährt und lebendig macht.
Eine symbolische Handlung – das Füllen eines Wasserglases – zeigte, wie wichtig innere Quellen für Kraft und Stabilität sind. Eine leere Schale, die bis zum Überfließen gefüllt wurde, griff das Bild Bernhards von Clairvaux auf: Nur wer selbst erfüllt ist, kann anderen geben.
Leben nach Mehr – Vom Säen, Wachsen und Vertrauen
Der zweite Impuls am 18. März stand unter dem Thema „Leben nach Mehr“. Das Gleichnis vom Wachsen der Saat wurde auf den Alltag übertragen. So wurde deutlich, dass inneres und äußeres Wachstum Zeit, Ruhe und geschützten Raum brauchen.
Ein eindrucksvolles Beispiel aus der israelischen Wüste verdeutlichte diese Botschaft zusätzlich: Aus 2000 Jahre alten Dattelsamen, die man in Massada fand, wuchsen in fruchtbarer Erde neue Palmen. Dieses Bild machte spürbar, dass in jedem Menschen Potenzial schlummert, das sich manchmal erst nach langer Zeit entfaltet.
Der Impuls griff Erfahrungen vieler Menschen auf – etwa das Gefühl, nicht zu genügen oder dem Tempo des Lebens nicht standhalten zu können. Gleichzeitig eröffnete er eine tröstliche Perspektive: Gott schenkt Ruhe, Vertrauen und Zeit zum Reifen.
Ein Angebot, das nachwirkt
Die beiden Mittagsimpulse zeigten, wie groß das Bedürfnis nach Orten der Stille und inneren Einkehr ist – besonders in der Fastenzeit. Die Bilder von Durst, Quelle, Saat und Garten begleiteten die Teilnehmenden zurück in ihren Alltag. Sie luden dazu ein, dem eigenen Wachstum Raum zu geben und auf Gottes leise, tragende Gegenwart zu vertrauen.